Basiswissen

4 Wege, deine Investitionen wachsen zu lassen

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Wenn du nicht gerade das Glück hast, mit einem Treuhandfonds geboren zu werden, musst du dein Geld auf die altmodische Art verdienen – indem du dafür arbeitest. Aber wenn du verstehst wie man Geld verdient und Investitionen wachsen lässt, kannst du dir einen Vorteil verschaffen. Nutze die 4 folgenden Wege, um dein Vermögen aufzubauen.

Verkaufe deine Zeit

Dies ist die Einkommensquelle, an die die meisten Menschen denken, wenn es ums Geldverdienen geht. Dies ist das Geld, das du für den Verkauf deiner Zeit an einen Arbeitgeber erhältst, oft in Form eines Gehalts oder Lohn. Du wirst oft hören, wie wohlmeinende Eltern ihren Kindern raten, sich einen “guten Job” zu suchen.

Der Preis, den du für deine Zeit erhältst, hängt davon ab, wie selten und begehrt deine Fähigkeiten in der Gesellschaft sind. Ein begnadeter Gehirnchirurg kann beispielsweise mehrere Millionen Euro pro Jahr verlangen, weil es einfach nicht viele Leute gibt, die diesen Job machen können.

Jemand, der bei einem Discounter Einkaufswagen schiebt, verdient weniger – nicht, weil er als Person weniger wertvoll wäre, sondern weil viele Menschen die Fähigkeit haben. Das große Angebot an potenziellen Arbeitskräften drückt in der Folge die Löhne.

Um mehr Geld zu verdienen, musst du in dich selbst investieren und deinen Stundenlohn erhöhen und mehr arbeiten oder bestenfalls einer Kombination aus beidem folgen. Diese Art von Einkommen ist die aktivste Form des Lebensunterhalts, weil du nur dann Geld verdienst, wenn du tatsächlich dafür arbeitest.

Ein brillanter Anwalt mag hunderttausende Euro im Jahr verdienen, aber nur wenn er dafür aktiv arbeitet. Ständig zu arbeiten, um weiterhin Geld zu verdienen, mag in Ordnung sein, wenn man seinen Job liebt, aber für viele Menschen gibt es vielleicht andere Dinge, mit denen sie gerne mehr Zeit verbringen würden.

Zinsen auf verliehenes Geld verdienen

Wie du vermutlich schon mitbekommen hast, bekommst du für dein Geld auf dem Konto keine Zinsen mehr. Während das Sparbuch damals eine attraktive Möglichkeit gewesen sein mag, Zinsen zu generieren, musst du heutzutage als Anleger schon etwas kreativer werden.

Wenn die Bank dir also keine Zinsen mehr gibt, muss sie halt woanders suchen. Und genau hier kommen P2P-Kredite ins Spiel.

P2P steht im Englischen für Peer-to-Peer. In Bezug auf die Kredite bedeutet das, dass sie zwischen Privatpersonen vergeben werden. Daher treten die Kreditgeber- und nehmer immer als Privatpersonen auf. Somit unterscheidet sich diese Form der Kreditvergabe von der herkömmlichen Art & Weise, indem das Mitwirken von regulären Banken, in den meisten Fällen ausgeschlossen ist. P2P Kredite sind also keine klassischen Bankkredite. Der Verwendungszweck variiert von Hypotheken über Autokredite, bis hin zu Verbraucherkrediten.

Um nun Zinsen zu verdienen, kannst du Kredite vergeben. Du als Investor legst dein Geld nun also bei der Plattform an und die Plattform vergibt es an die Kapitalanbahner weiter. Diese nutzen es wiederum, um es den Kreditnehmern zur Verfügung zu stellen.

Im Gegenzug für die Vergabe von den Krediten erhalten die Kapitalanbahner Zinsen von den Kreditnehmern zurück. Die Plattform und Kapitalanbahner erhalten für ihre Leistungen einen kleinen Teil deiner Rendite. Der Großteil der Zinsen und selbstverständlich auch die Rückzahlung des eigentlichen Kredits gehen an dich.

Gewinnbeteiligungen an Unternehmen

Die Gewinnbeteiligung stellt den Anteil an den Gewinnen eines Unternehmens dar, an dem du eine Beteiligung besitzt. Nehmen wir mal spaßeshalber an, dass du 50 % eines Limonadenstandes besitzt und das Unternehmen einen Umsatz von 1.000 € bei Kosten von 500 € erwirtschaftet. Der Gewinn beträgt somit logischerweise 500 €. Würde dieser Gewinn vollständig ausgeschüttet werden, beträgt dein Anteil 250 €.

Dieses Geld wird dir als dein „Anteil“ am Gewinn ausgezahlt. Eine gute Investition ist eine, bei der das Unternehmen Jahr für Jahr seinen Gewinn steigert und deine Ausschüttung somit erhöht.

Genau wie bei Zinserträgen besteht die Idee von Dividendenerträgen darin, dass du das Geld für dich arbeiten lässt. Es gibt jedoch andere Formen der Arbeit, die zu dieser Kategorie gezählt werden können. Ein Unternehmer, der einmalig Zeit und Geld in die Entwicklung eines Produktes steckt und die Verkäufe anschließend weiter skalieren kann, ohne mehr als nur dafür zu werben, lässt sein Geld im Prinzip auch für sich arbeiten. Das Gleiche gilt, wenn du Rechte an etwas hältst und dafür regelmäßig Geld bekommst. Du generierst also Gewinne aus dem wiederkehrenden „Verkauf“ deiner Idee oder deines Eigentums.

Hier mal ein Beispiel für Gewinneinkünfte: Tristan besitzt einige Mietobjekte. Er kauft Immobilien und verlangt dann von seinen Mietern Geld, um in seinen Häusern zu wohnen. In diesen Fällen erwirtschaftet Tristan einen Gewinn, der der Gesamtmiete entspricht, die er erhält. Davon muss er natürlich noch die Kosten, z. B. für die Instandhaltung, Aufrüstung der Immobilien und die Steuern subtrahieren. Am Ende des Jahres, wenn er das Geld aus dem Geschäft nimmt, stellen diese Gewinne dar.

Erträge aus Kapitalgewinnen

Diese Art von Einkommen wird generiert, wenn du eine Investition oder einen Vermögenswert zu einem bestimmten Preis kaufst und zu einem höheren Preis wieder verkaufst und dabei einen Gewinn erzielst. Um auf unser Beispiel mit dem Limonadenstand zurückzukommen: Wenn du deinen 50-prozentigen Anteil an dem Geschäft für 2.000 Euro gekauft und für 5.000 Euro verkauft hast, würden die 3.000 Euro Differenz deinen Kapitalgewinn darstellen.

Dabei spielt es keine Rolle um welche Vermögenswerte es sich handelt – Aktien, Häuser, Sammlerstücke, Gold, Kryptowährungen, Unternehmensanteile, Möbel, Anleihen etc. – wenn du es zu einem bestimmten Preis kaufst und zu einem höheren verkaufst, wird der daraus resultierende Gewinn als Kapitalgewinn bezeichnet. Wenn du bei der Transaktion Geld verlierst, wird dies als Kapitalverlust bezeichnet.

Schauen wir uns noch einmal unser unternehmerisches Beispiel von oben an. Wenn Tristan eines der Miethäuser, die er für 80.000 Euro gekauft hat, an einen Käufer verkaufen würde, der bereit ist, 120.000 Euro zu zahlen, dann stellt die Differenz von 40.000 Euro seinen Kapitalgewinn dar.

Vorteile der Nutzung aller vier Einkommensarten in deinem Portfolio

Wenn dein Portfolio wächst, wirst du möglicherweise alle vier Arten von Erträgen erzielen.

Eine Methode, die als das Berkshire-Hathaway-Model bezeichnet wird, besagt, dass das Geheimnis wahrer finanzieller Unabhängigkeit darin besteht, fleißig am Aufbau einer Sammlung von „Cash-Generatoren“ zu arbeiten, die große Mengen der drei letztgenannten Arten von Anlageerträgen – Zinsen, Dividenden / Gewinnbeteiligungen und Kapitalgewinne – einbringen.

Warum liegt der Fokus auf diesen drei? Dafür gibt es ein paar Hauptgründe. Erstens wird Geld, das aus dem Verkauf deiner Zeit – Lohn und Gehalt – stammt, oft zu weit höheren Sätzen besteuert als die anderen Einkommensarten. Zweitens hat ein Tag nur 24 Stunden, weshalb dein Einkommenspotenzial begrenzt ist. Ab einem gewissen Punkt wird es physisch unmöglich, mehr von deiner Zeit zu verkaufen.

Bei Zinsen, Dividendeneinkommen und Kapitalgewinnen gibt es praktisch keine Grenzen, wie viel du verdienen kannst. Wenn du dein Geld jedes Jahr wieder in das Wachstum dieser Quellen investierst, wirst du in einigen Jahrzehnten vermutlich mehr verdienen, als du dir jemals hättest vorstellen können.


Die genannten Informationen dienen nicht der Steuer-, Investitions- oder Finanzberatung. Die Informationen werden ohne Berücksichtigung der Anlageziele, der Risikotoleranz oder der finanziellen Umstände eines bestimmten Anlegers präsentiert und sind möglicherweise nicht für alle Anleger geeignet. Die Wertentwicklung der Vergangenheit ist kein Hinweis auf zukünftige Ergebnisse.

Risikohinweis: Investieren ist mit erheblichen Risiken verbunden und kann zum vollständigen Verlust des eingesetzten Kapitals führen.

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