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5 Vorteile von Dividendenaktien

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Unternehmen schütten einen Teil ihrer Unternehmensgewinne in Form einer Dividende an ihre Aktionäre aus. Dabei erhält der Aktionär dieses Bargeld quasi als passives Einkommen. Die Hauptschwerpunkte solcher Dividendeninvestoren liegen auf dem Dividendenwachstum oder der Dividendenrendite. Die 5 größten Vorteile einer Investition in Dividendenaktien erfährst du in diesem Beitrag.

Dividendenwachstum

Genau wie eine Wachstumsaktie durch kontinuierlich steigende Gewinn gekennzeichnet ist, zeichnet sich Dividendenwachstum durch stetig steigende Dividenden aus. Dabei versucht man als Anleger Unternehmen zu finden, die Jahr für Jahr ein Unternehmenswachstum verzeichnet haben. Außerdem sollte der Cashflow im Vergleich zum Vorjahr gestiegen sein. In der Regel erhöhen diese Unternehmen langsam ihre Dividenden, die sie aufgrund ihres kontinuierliche Wachstum an die Aktionäre zahlen.

Unabhängig davon, wie hoch das Dividendenwachstum eines Unternehmens ist oder ob es super Renditen anstrebt, gibt es noch mindestens 4 weitere Gründe, warum risikoaverse Anleger Dividendenaktien lieben.

Der psychologische Vorteil des Einkommens

Es ist doch eigentlich ganz klar. Wenn du Anteile eines Unternehmens besitzt, vielleicht sogar eines Dividendenaristokraten (min. 25 Jahre Dividendenerhöhung) kann dir der Börsenkurs vereinfacht gesagt egal sein. Man investiert langfristig, um einen regelmäßigen passiven Cashflow zu erhalten, ähnlich wie es bei Immobilien der Fall ist. Dabei spielt der Kurs der Aktie eine eher untergeordnete Rolle. Das Augenmerk der Anleger liegt auf den Dividenden und nicht auf den Aktienkursen. Dafür spricht außerdem, dass Unternehmen die schon Jahrzehnte eine Dividende zahlen, recht konservative und nicht zyklische Unternehmen sind und somit auch generell weniger von der allgemeinen wirtschaftlichen Lage beeinflusst werden. Daher kann man dieses „recht sichere“ passive Einkommen als psychologischen Vorteil sehen. In schlechten Zeiten könnte dies die Aktionäre davon abhalten, ihre Aktien zu verkaufen.

Denn Dividenden werden außer in absoluten Notsituationen, wie in der aktuellen Coronakrise immer erhöht oder zumindest nicht gesenkt. Denn diese Beispielweise 25 Jahre anhaltende Serie an Dividendenerhöhungen möchte man nicht zerstören, weshalb Unternehmen wirklich nur in äußersten Notsituationen die Dividende kürzen oder ganz streichen. Dies tun Unternehmen dann, um ihre Liquidität zu sichern.

Denn was man als Dividendeninvestor auch nicht vergessen darf ist, dass die Dividende niemals garantiert ist. Du darfst eine Dividende niemals mit Zinsen, wie beispielsweise auf einem Tagesgeldkonto vergleichen.

Ausschüttung schützt vor unnötigen Ausgaben

Dividenden stellen normalerweise eine große Geldbindung für ein Unternehmen dar. Unabhängig von der Art und Weise wie den Aktionären ihre Dividende erhalten, handelt es sich um Barzahlungen, die regelmäßig von dem Unternehmen ausgezahlt werden.

Diese Ausschüttung trägt dazu bei, die Bargeldbestände in den Unternehmenskassen zu reduzieren. Als Anleger möchte man natürlich, dass das Unternehmen über einen möglichst großen Cashflow verfügt, doch ist dieser zu groß und kann anderweitig nicht eingesetzt werden, besteht die Gefahr, dass das Unternehmen einen Teil dieses Cashflows als Boni oder in Form von höheren Gehältern auszahlt.

Natürlich sind diese Zahlungen für die Begünstigten optimal, doch die Aktionäre profitieren von so einem Vorgehen nicht. Daher haben Dividenden Vorrang vor Boni und Gehaltserhöhungen. Sie sind keine Garantie gegen Missmanagement oder übermäßige Ausgaben von Unternehmen, zwingen Führungskräfte jedoch dazu, ihre Ausgaben besser zu managen.

Reinvestierte Dividenden beschleunigen die Rendite

Hohe Renditen tragen nicht nur dazu bei, neue Investoren anzuziehen, sondern die bereits ausgezahlten Dividenden werden häufig auch von Aktionären reinvestiert was einem selbst und dem Unternehmen zugutekommt. Anleger, die ihre Dividenden reinvestieren, insbesondere wenn eine Aktie günstig ist, dienen dem doppelten Zweck, die Abwärtsdynamik zu verlangsamen und sein Portfolio durch den Kauf neuer Aktien zu erweitern. Anleger können ihre Dividenden entweder manuell reinvestieren oder sich für einen Dividenden-Reinvestitionsplan anmelden. Bei ETFs besteht außerdem die Möglichkeit eine thesaurierenden ETF zu kaufen, der die Dividenden gar nicht erst auszahlt, sondern direkt reinvestiert. Dadurch können Ordergebühren gesenkt werden, doch die Entscheidungsfreiheit, ob man die Dividenden reinvestiert oder doch für andere Dinge ausgibt wird einem dort leider genommen.

Zeitersparnis

Wenn es dir an der Börse nicht um das schnelle Geld geht, ist es erschreckend einfach, mit Aktien – im Sinne des Erwirtschaftens einer positiven Rendite – erfolgreich zu sein.
Außerdem fällt auch der Zeiteinsatz für die Recherche wesentlich geringer aus, als es beispielsweise bei Wachstumsaktien der Fall ist. Dividendeninvestoren entscheiden sich in der Regel für bewehrte Unternehmen, die in ihrer Historie bereits bewiesen haben, dass sie in der Lage sind, basierend auf dem erwirtschafteten Gewinn über Jahre hinweg Dividende zu bezahlen. Somit kommen wir wieder zum ersten Punkt, dass das Bedürfnis, in dein eigenes Depot zu schauen, niedriger ausgeprägt ist als bei einer spekulativen Anlagevariante, wo kurzfristige Kursschwankungen von Bedeutung sein können.


Die genannten Informationen dienen nicht der Steuer-, Investitions- oder Finanzberatung. Die Informationen werden ohne Berücksichtigung der Anlageziele, der Risikotoleranz oder der finanziellen Umstände eines bestimmten Anlegers präsentiert und sind möglicherweise nicht für alle Anleger geeignet. Die Wertentwicklung der Vergangenheit ist kein Hinweis auf zukünftige Ergebnisse.

Risikohinweis: Investieren ist mit erheblichen Risiken verbunden und kann zum vollständigen Verlust des eingesetzten Kapitals führen.

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