ETFs

7 Gründe, warum du ETFs kaufen solltest

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Exchange Traded Funds (ETFs) sind ein sehr beliebtes Anlageinstrument. Anleger, die ETFs im Rahmen ihrer Anlagestrategie nutzen, profitieren von vielen Vorteilen. Diese Vorteile haben dazu beigetragen, dass das gesamte verwaltete ETF-Vermögen im Dezember 2019 auf mehr als 4 Billionen US-Dollar gestiegen ist. Daher werde ich dir in diesem Post 7 Gründe geben, die für ETFs sprechen.

1 | Einzeltransaktionen

Aktientransaktion

ETFs haben die Aufgabe Bestände von ausgewählten Indizes möglichst genau nachzubilden. Nehmen wir als Beispiel mal den Deutschen Aktien Index (DAX) welcher bekanntlich 30 Aktien enthält. Mit einem ETF hat man also die Möglichkeit einen DAX-ETF zu kaufen und damit auf einen Schlag alle 30 DAX-Unternehmen zu besitzen.

Bei traditionellen Aktienkäufen kann man als Anleger nur eine einzelne Aktie kaufen. Wenn wir wieder das DAX-Beispiel nehmen, müsste man als Anleger jede Aktie einzeln kaufen. Dadurch würden wesentliche höhere Transaktionskosten entstehen und der Aufwand wäre zusätzlich auch noch höher.

2 | Liquidität

ETFs haben im Vergleich zu normalen Aktienfonds einen weiteren Vorteil, denn sie werden genau wie Aktien gehandelt. Das heißt, dass man sich als Anleger im Normalfall keine Sorgen machen muss, dass man seine Anteile nicht loswird. An einem durchschnittlichen Handelstag tauschen mehr als 100 Millionen Aktien die Hände.

ETFs können auch geshortet (leerverkauft) werden und die Preise der ETFs werden während des Handels kontinuierlich aktualisiert. Somit sind sich Aktien und ETFs ähnlicher, als es sich Aktienfonds und ETFs sind. Grundsätzlich bieten sie Anlegern also einen einfachen und sehr flexiblen Handel, genau wie Aktien.

3 | Kosteneffektivität

ETFs sind eine optimale Möglichkeit, um kostengünstig zu investieren. Wie ich zuvor schon erwähnt habe erhält man beim Kauf eines ETF einen Korb an Aktien, wobei jedoch nur eine Transaktionsgebühr anfällt. Somit lässt sich eine Anhäufung von Gebühren vermeiden. Außerdem existieren bei ETFs keine Ausgabeaufschläge und die laufenden Gebühren sind im Vergleich zu regulären Investmentfonds um ein vielfaches geringer.

4 | Derivate

Für diejenigen, die Optionen, Swaps und Terminkontrakte als Instrumente für das Risikomanagement verwenden möchten, besteht auch diese Option bei ETFs. Auch die Absicherung von Positionen durch Calls und Puts stellt kein Problem dar.

Bei der ETF-Auswahl solltest du auf jeden Fall auch einen Blick in den Verkaufsprospekt werfen, um festzustellen, ob Optionen und Futures in den Beständen eines ETF enthalten sind. Derivate sind normalerweise nicht enthalten, doch bei gehebelten und inversen ETFs solltest du vorsichtig sein. Grundsätzlich gilt, dass man sich mit den Beständen, dem Risikoprofil und den Zielen eines ETF auseinandersetzen sollte. Denn beim Investieren ist es wie beim Autokauf. Man kauft ja auch kein Auto, welches man sich vorher nicht angeschaut hat oder Probegefahren ist. Dadurch erhältst du einen Überblick über das Produkt und die Risiken die du mit dem Kauf eingehst.

5 | Passives Management

Während einige ETFs aktiv gehandelt werden, werden viele passiv verwaltet. Passive ETFs replizieren einen bestimmten Index oder eine bestimmte Benchmark, ohne diese zu übertreffen (obwohl dies gelegentlich vorkommen kann). Daher sind für den ETF nur geringfügige Anpassungen erforderlich, im Gegensatz zu einem aktiv verwalteten Investmentfonds, der versucht, seine zugrunde liegende Benchmark zu übertreffen. Dieser Unterschied führt zu einem relativ geringeren Risiko und weniger Verwaltungsgebühren für ETFs.

6 | Sofortige Dividenden

Während thesaurierende ETFs die erhaltenen Dividenden direkt wieder reinvestieren, sodass die Anleger sie gar nicht zu Gesicht bekommen, gibt es auch eine Vielzahl von ETFs, die die Dividenden ausschütten. Diese Ausschüttung erfolgt im Normalfall wie bei normalen Aktien. Somit erhältst du die Dividenden je nach Ausschüttungshäufigkeit viertel- oder halbjährig auf dein Verrechnungskonto. Bei traditionellen Investmentfonds können die Zeitrahmen variieren. Viele Investmentfonds schütten Dividenden sogar nur jährlich und nicht vierteljährlich aus.

7 | Einfachheit

ETFs sind einfach aufgebaut und leicht zu verstehen (mit Ausnahme fortschrittlicher Produkte wie gehebelter und inverser ETFs). Während viele Finanzprodukte nur von den Profis vollständig verstanden werden, verringern einfache Produkte wie ETFs die Hindernisse für das Verständnis der Anlage. Wenn du also in eine bestimmte Branche investieren oder von den Renditen eines bestimmten Index profitieren möchtest, bist du nur einen Trade von dem Einstieg in die interessante Welt der ETFs entfernt.

Wie du nun also weißt, bietet die Aufnahme von ETFs in dein Anlageportfolio viele Vorteile. Während Investmentfonds, Aktien, Derivate und Indizes solide Anlagen sind, sind ETFs eine Finanzwaffe, die Teil deines Anlagearsenals sein sollten.


Die genannten Informationen dienen nicht der Steuer-, Investitions- oder Finanzberatung. Die Informationen werden ohne Berücksichtigung der Anlageziele, der Risikotoleranz oder der finanziellen Umstände eines bestimmten Anlegers präsentiert und sind möglicherweise nicht für alle Anleger geeignet. Die Wertentwicklung der Vergangenheit ist kein Hinweis auf zukünftige Ergebnisse.

Risikohinweis: Investieren ist mit erheblichen Risiken verbunden und kann zum vollständigen Verlust des eingesetzten Kapitals führen.

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