Basiswissen

Die besten Anlageklassen zur Diversifikation!

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Wenn du dich mit Investitionen beschäftigst, ist es wichtig, die verschiedenen Anlageklassen zu verstehen und zu wissen, wie sich Assetklassen kategorisieren lassen. Eine Anlageklasse ist eine Sammlung von Anlagen, die Gemeinsamkeiten aufweisen – einschließlich ihres Verhaltens auf dem Markt, des Kaufprozesses und der staatlichen Regulierung. Historisch gesehen gab es drei primäre Anlageklassen, doch heutzutage sind sich Finanzexperten im Allgemeinen einig, dass es vier breite Klassen von Vermögenswerten für die Diversifikation gibt:

  • Aktien
  • Festverzinsliche Wertpapiere (Anleihen)
  • Geldmarkt und liquide Mittel
  • Immobilien und Sachanlagen

Wenn dein Portfolio Investitionen enthält, die über die vier Anlageklassen verteilt sind, wird es als ausgewogen betrachtet – was ideal ist, weil es hilft, dein Risiko zu reduzieren und gleichzeitig die Rendite zu maximieren. Wenn dein Portfolio jedoch besonders stark in einem Sektor investiert ist und dieser Sektor aus irgendeinem Grund unterdurchschnittlich abschneidet, könntest du in Schwierigkeiten geraten. Ist dein Portfolio aber relativ gleichmäßig verteilt und nur eine Anlageklasse gerät in Schwierigkeiten, sollte deine Performance nicht zu stark darunter leiden, oder durch die bessere Rendite anderer Assetklassen ausgeglichen werden.

Aktien

Aktien stellen Eigentum dar. Wenn du Aktien eines Unternehmens kaufst, erwirbst du Eigentum an diesem Unternehmen. Wenn das Unternehmen ABC beispielsweise 100.000 Aktien ausgegeben hat und du 1.000 dieser Aktien kaufst, besitzt du 1 % des Unternehmens. Als Miteigentümer hast du Anspruch auf einen Teil der Unternehmensgewinne, die in der Regel in Form einer Dividende an die Anleger ausgezahlt werden. Die Höhe der Dividende ist von Unternehmen zu Unternehmen unterschiedlich. Manche Unternehmen zahlen auch gar keine Dividenden, da sie dieses Kapital nutzen, um ihr Unternehmenswachstum zu fördern.

Obwohl Aktien in einen Topf geworfen werden, sollten nicht die gleichen Anlageprinzipien für sie als Ganzes gelten. Zum Beispiel ist eine Investition in ein wachstumsstarkes Startup etwas ganz anderes als eine Investition in eine Blue-Chip-Aktie, die es schon seit Jahrzehnten gibt.

Festverzinsliche Wertpapiere

Wenn du Anleihen eines Unternehmens kaufst, leihst du diesem Unternehmen im Grunde Geld – daher stellen Anleihen eine Form der Schulden dar. Im Gegenzug für dieses Darlehen verspricht das Unternehmen dem Anleger Zinsen, in Form von periodischen Zahlungen. Diese Zinszahlungen werden während der gesamten Laufzeit der Anleihe an die Anleihegläubiger gezahlt und das Kapital wird am Ende der Laufzeit (als Fälligkeitsdatum bezeichnet) zurückgezahlt. Wenn du z.B. eine 1.000 € Anleihe mit einer Laufzeit von 5 Jahren und einem jährlichen Zinssatz von 2 % kaufen, erhälst du halbjährliche Zahlungen von 10 €.

Geldmarkt und liquide Mittel

Bargeld ist jedes Geld in Form einer Währung, sowohl inländisches als auch ausländisches. Dies umfasst physische Scheine und Münzen sowie Bargeld auf deinen Konten. Bargeldäquivalente sind, wie Geldmarktanlagen, hochliquide Investitionen, die leicht in Bargeld umgewandelt werden können – normalerweise innerhalb von 90 Tagen oder weniger. Im Gegensatz zu Aktien und anderen Vermögenswerten müssen Bargeldäquivalente einen festgelegten Marktpreis haben, der nicht schwankt.

Immobilien und Sachanlagen

Sachwerte – solche, die du physisch sehen und anfassen köannst – werden in einer eigenen Anlageklasse zusammengefasst. Immobilien sind die häufigste Art von Sachwerten, die Menschen besitzen, aber auch Rohstoffe, wie Gold und Vieh, zöhlen zu dieser Kategorie. Im Allgemeinen können diese Arten von Vermögenswerten Zeiten der Inflation widerstehen.

Nutze alle vier dieser Anlageklassen

Der Zweck den diese vier Anlageklassen in deinem Portfolio erfüllen sollen, besteht nicht nur darin, Investitionsausfälle zu verhindern, sondern auch darin, die unterschiedlichen Stärken jeder Klasse zu nutzen. Die gesamte Theorie der Asset Allocation basiert auf der Diversifizierung deines Portfolios nach Anlageklassen. Unter keinen Umständen möchtest du in eine Situation geraten, in der dein Portfolio von einer einzigen Anlageklasse abhängig ist. Aktien bieten dir die Chance auf höhere Renditen, sind aber auch mit einem höheren Risiko verbunden. Anleihen bieten keine großen Gewinne, sind aber eine der sichereren Anlageoptionen.

Fazit

Ein Portfolio, das nur eine oder zwei Anlageklassen enthält, ist nicht diversifiziert und möglicherweise nicht darauf vorbereitet, positiv auf starke Marktschwankungen zu reagieren. Aber Diversifikation – oder zumindest der Grad, in dem du diversifizierst – ist auch eine individuelle Entscheidung, die in gewisser Weise von deinen Zielen und deiner Risikotoleranz abhängig ist.

Wenn du besonders risikoscheu bist, solltest du vielleicht noch stärker diversifizieren oder sicherstellen, dass du innerhalb jeder Klasse weiter diversifiziert bist und kleinere Unterschiede innerhalb der Klasse zulässt. Wenn du vielleicht aber etwas stärkere Nerven hast und mit geringem Kapitaleinsatz handelst, kann du auf die Trends des Marktes setzen.


Die genannten Informationen dienen nicht der Steuer-, Investitions- oder Finanzberatung. Die Informationen werden ohne Berücksichtigung der Anlageziele, der Risikotoleranz oder der finanziellen Umstände eines bestimmten Anlegers präsentiert und sind möglicherweise nicht für alle Anleger geeignet. Die Wertentwicklung der Vergangenheit ist kein Hinweis auf zukünftige Ergebnisse.

Risikohinweis: Investieren ist mit erheblichen Risiken verbunden und kann zum vollständigen Verlust des eingesetzten Kapitals führen.

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