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Die besten ETFs 2020 – So findest du Sie

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Exchange Traded Funds (ETFs) haben einen langen Weg hinter sich, seit der erste US-Fonds, Standard & Poor’s Depositary Receipts, besser bekannt als Spiders (SPDRs), 1993 aufgelegt wurde. Aufgrund der steigenden Nachfrage seitens der Investoren entschied man sich bei den Fondsanbietern weitere ETFs aufzulegen, die andere Benchmarks wie beispielsweise den Dow Jones Industrial Average oder Nasdaq 100 nachbilden sollten. 2001 folgte dann auch schließlich der erste DAX-ETF, emittiert von Indexchange, einer ehemaligen Tochter der Hypovereinsbank.

Von ihrer anfänglichen Aufgabe als Aktienindex-Tracker haben sich ETFs zu einer Anlageoption entwickelt, die eine Vielzahl von verschiedenen Assets abbilden kann, jedoch nicht alle von gleicher Qualität. Tatsächlich war der Erfolg von ETFs auch für ihre Kehrseite verantwortlich, und zwar, dass ein erhöhtes Risiko für die Liquidation (Auflösung) einiger ETFs besteht.

Da der ETF-Markt nun rasant gewachsen ist und die Auswahl immer größer wird, wird es für dich als Anleger im Gegenzug immer schwieriger, den passenden ETF für dein Portfolio zu finden. Daher erkläre ich dir in diesem Beitrag einfachste Weise, wie dir dies trotzdem gelingt.

Wichtig

  • Als Investor kann der Kauf von ETFs eine kluge und kostengünstige Strategie sein, um dein optimale Portfolio aufzubauen.
  • Bei so vielen ETFs kann es jedoch überwältigend sein, nur diejenigen auszuwählen, die zu deiner Strategie und Zielen passen.
  • Glücklicherweise gibt es verschiedene Tools, mit denen du die richtigen ETFs für dich herausfiltern kannst.

Die Auswahl eingrenzen

Wie du nun also weißt, gibt es eine große Auswahl im ETF-Bereich. Dazu zählen traditionelle Index-ETFs, die nationale sowie internationale Aktienindizes nachbilden. Aber auch ETFs die Referenzindizes für Anleihen, Rohstoffe und Futures abbilden sind keine Neuheiten mehr. Auch für Value- oder Growthinvestoren lassen sich spezielle ETFs finden.

Als Anleger musst du zunächst das enorme Spektrum von ETFs eingrenzen. Ich persönlich nutze dafür das Tool von JustETF, welches kostenlos unter diesem Link zu finden ist. Natürlich musst du vorher deine Strategie und deine Anlageziele festlegen. Sobald du das erledigt hast, kannst du auf die Suche gehen. JustETF ermöglicht dir dabei ein Filter auszuwählen, der dich bestimmte Indizes auswählen lässt und diese Auswahl beispielsweise nach Kostenquote oder Performance für dich sortiert. Am besten du probierst es einfach mal selber aus.

Wettbewerb zwischen ähnlichen ETFs

Mit dem steigenden Angebot und einer immer größer werdenden Vielzahl an Anbietern sanken auch die Preise. Dieser Preiskampf ist gut für uns Anleger und senkt die mit ETFs verbundenen Gebühren nahezu auf null. Beschränkst du deine Suche jetzt beispielsweise nur auf den S&P 500 werden dir jedoch mit Sicherheit Angebote von nahezu einem Dutzend Anbietern angezeigt. Namen wie iShares Core S&P 500 UCITS ETF oder Vanguard S&P 500 UCITS ETF werden auftauchen. Wofür sollst du dich nun entscheiden?

Den richtigen ETF auswählen

Um jetzt den richtigen ETF zu finden, solltest du die folgenden Faktoren kennen und berücksichtigen:

  • Fondsgröße: Um als solides Investment zu gelten, sollte dein ETF eine Fondsgröße von mindestens 50 Millionen Euro aufweisen, besser 100 Millionen. Je größer der jeweilige Index ist, desto größer ist auch das Fondsvolumen des ETF.
  • Handelsaktivität: Als Anleger solltest du vor dem Kauf das durchschnittliche Handelsvolumen des ETF überprüfen. Das Volumen der beliebtesten ETFs beläuft sich auf mehrere Millionen Transaktionen. Warum ist das wichtig für dich? Je mehr Handelsvolumen besteht, desto liquider ist ein ETF und umso schneller kannst du einen ETF kaufen oder eben verkaufen. Auch der Spread, also die Differenz zwischen angebotenen Käuferpreis und dem angebotenen Verkäuferpreis ist umso niedriger.
  • Zugrunde liegender/s Index oder Asset: Auch der zugrunde liegender Index oder das Asset sollten definitiv berücksichtigt werden. Unter dem Gesichtspunkt der Diversifikation kann es sinnvoll sein, einen weit verbreiteten Index wie den S&P 500 zu kaufen, anstatt eines Index mit engem geografischem oder branchenspezifischem Fokus.
  • Tracking Error: Während der Großteil aller ETFs ihren zugrunde liegenden Index sehr genau nachbildet, tun es andere eben nicht so genau. Die Abweichung der Rendite des echten Index zum ETF, wird als Tracking Error bezeichnet. Stehst du nun also vor der Wahl und hast zwei identische ETFs, die sich nur im Tracking Error unterscheiden, rate ich dir dazu den ETF mit dem geringeren TR zu wählen.
  • Marktposition: Der “First-Mover-Vorteil” ist in der ETF-Welt wichtig, da der erste ETF-Emittent für einen bestimmten Sektor mit einer recht hohen Wahrscheinlichkeit den Löwenanteil des Vermögens erwirbt, bevor andere auf den Plan treten. Es ist daher ratsam, ETFs zu vermeiden, die lediglich Nachahmungen einer ursprünglichen Idee sind, da sie sich möglicherweise nicht von ihren Konkurrenten unterscheiden.

Im Falle einer Liquidation

Die Liquidation oder Schließung eines ETF ist normalerweise ein ordnungsgemäßer Prozess. Der ETF-Emittent informiert die Anleger in der Regel drei bis vier Wochen im Voraus über das Datum, an dem der ETF den Handel einstellen wird. Ein Anleger mit einer Position eines ETF, welcher liquidiert wird, hat die Auswahl zwischen diesen beiden Möglichkeiten, um seine Anlage zu schützen:

  • Verkauf der ETF-Anteile vor dem Stop-Datum: Dies ist ein proaktiver Ansatz, der in Fällen geeignet sein kann, in denen der Anleger der Ansicht ist, dass ein erhebliches Risiko eines erheblichen Preisverfalls des ETF besteht. In solchen Fällen kann der Anleger bereit sein, die breiten Bid-Ask-Spreads zu übersehen, die aufgrund seiner begrenzten Liquidität für den ETF wahrscheinlich vorherrschen.
  • Die ETF-Anteile bis zur Liquidation behalten: Diese Alternative eignet sich, wenn der ETF einen Sektor abbildet, der kaum volatil ist und nur ein begrenztes Abwärtsrisiko aufweist. Der Anleger muss möglicherweise einige Wochen warten, bis der Emittent den Verkauf der im ETF gehaltenen Wertpapiere abgeschlossen und den Nettoerlös nach Aufwand verteilt hat. Durch Festhalten am liquidierten Wert entfällt das Problem mit hohen Spreads.

Hast du jedoch die vorherigen 5 Faktoren zur richtigen Auswahl berücksichtigt, ist eine Liquidation sehr unwahrscheinlich. Je höher das Fondsvolumen, desto unwahrscheinlicher ist eine Liquidation. Zu einem solchen Fall kommt es jedoch nur, wenn das Interesse der Anleger an dem jeweiligen ETF stark sinkt und das Betreiben des ETF wirtschaftlich keinen Sinn mehr ergibt.

Fazit

Bei der Auswahl eines ETF solltest du Faktoren wie das Fondsvolumen, das Handelsvolumen und den zugrunde liegenden Index berücksichtigen. Für den Fall, dass ein ETF liquidiert werden sollte, musst du als Anleger entscheiden, ob du die ETF-Anteile selber verkaufst, bevor der Handel eingestellt wird, oder wartest, bis der Liquidationsprozess abgeschlossen ist. Grundsätzlich ist letzteres oft sinnvoller, da in der Regel ein größerer Teil deines Geldes erhalten bleibt.


Die genannten Informationen dienen nicht der Steuer-, Investitions- oder Finanzberatung. Die Informationen werden ohne Berücksichtigung der Anlageziele, der Risikotoleranz oder der finanziellen Umstände eines bestimmten Anlegers präsentiert und sind möglicherweise nicht für alle Anleger geeignet. Die Wertentwicklung der Vergangenheit ist kein Hinweis auf zukünftige Ergebnisse.
Risikohinweis: Investieren ist mit erheblichen Risiken verbunden und kann zum vollständigen Verlust des eingesetzten Kapitals führen.

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