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ETF-Sparplan – So verdienst du ein Vermögen

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Der Einstieg in die Welt der Geldanlage ist mit Sicherheit eine der größten Hürden auf dem Weg zu deinen finanziellen Zielen, doch nur wenn du sie überwindest, kannst und wirst du deine finanziellen Ziele erreichen. Um dir diesen Einstieg jedoch möglichst einfach zu machen, möchte ich dir jetzt die Vorteile von einem ETF-Sparplan näher bringen.

Viele junge Anleger haben kaum Erfahrung mit dem Aktienmarkt und wenig Fachwissen was dieses Themengebiet betrifft – was natürlich kein Problem ist. Jedoch haben die meisten Anleger zu Beginn eine gewisse Risikoaversion, welche durch bestimmte Geschichten von Freunden oder der Familie hervorgerufen wird, die von ihren schlechten Erfahrungen mit Aktien berichten. Daher wird die Börse traurigerweise von vielen Menschen als etwas Negatives oder Gefährliches betrachtet. Doch das ist total falsch, denn sobald du lernst wie die Märkte funktionieren und an ihnen teilnimmst und Erfahrungen sammelst, kann ich dir garantieren, dass sich deine Einstellung ändern wird, sofern du nicht schon zuvor die richtige Einstellung hattest.

Um nun aber auf den Punkt zu kommen, rate ich dir dazu, dass du es einfach mal ausprobierst und Erfahrungen sammelst.
Beim Investieren ist es wie beim Schwimmen. Wenn du es lernen möchtest, musst du ins Wasser springen. Doch dieser Vorgang muss nicht abrupt erfolgen, sondern zu Anfang kannst du erst einmal deine Füße ins Wasser halten, um die Temperatur zu checken. Mit der Zeit traust du dir immer mehr zu und wagst dich in das tiefe Ende des Pools und beschließt schlussendlich zu schwimmen. Ein ähnlicher Ansatz kann auch auf deiner Investmentreise verwendet werden.

Das heißt also, dass du nicht dein ganzes Geld in eine einzige Aktie investierst – was du sowieso niemals tun solltest-, sondern mit einem kleinen Betrag beginnst und diesen von Zeit zu Zeit erhöhst.

Was ist ein Sparplan?

Bei einem Sparplan handelt es sich um eine Möglichkeit regelmäßig automatisierte Käufe für jegliche Anlageklassen durchzuführen. Dabei wird monatlich mit einem festen Geldbetrag in vorab festgelegte Anlageprodukte investiert.

Durch das regelmäßige Investieren entsteht ein Durchschnitt welcher als Dollar-Cost Averaging (DCA) bezeichnet wird. Die Idee hinter DCA ist, dass wir, wenn wir jeden Monat einen festen Geldbetrag investieren, mehr Einheiten kaufen, wenn die Preise billiger sind und weniger Einheiten, wenn die Preise höher sind. Langfristig zahlen wir am Ende einen Durchschnittspreis für die Vermögenswerte, in die wir investieren.

Der Hauptvorteil von DCA besteht darin, dass wir vermeiden können, den Markt zu timen. Wir müssen uns keine Sorgen machen, ob die Preise niedrig genug sind, um jetzt in den Markt einzusteigen oder ob die Preise zu hoch sind und wir uns vom Markt fernhalten sollten.

Beim Market-Timing gehen die Meinungen auseinander, doch ich bin davon überzeugt, dass es nicht funktioniert – besonders für Privatanleger. Daher eignen sich Sparpläne perfekt, um einem die Entscheidungsmacht zu nehmen und nicht emotional zu handeln.

Hier ist ein einfaches Beispiel dafür, wie dir ein Sparplan helfen kann, insbesondere in einem volatilen (schwankenden) Markt.

Halbjahresrückblick
Investitionen: 3.000 Euro
Akkumulierte Einheiten: 3.051,8
Wert der Investitionen: 3.051,80 Euro

In diesem Beispiel lässt sich erkennen, dass man trotz einer volatilen Marktphase einen guten Durchschnittpreis erzielen kann, indem man jeden Monat einen bestimmten Geldbetrag investiert. Hättest du hingegen versucht den Markt zu timen und deinen Einstiegszeitpunkt zeitlich zu planen, wäre dein Depot mit Sicherheit größeren Schwankungen ausgesetzt.

Für wen eignet sich ein Sparplan?

Ein Sparplan eignet sich für jeden, der ein Vermögen aufbauen will, monatlich aber nur kleinere Beträge übrig hat. Bei den meisten Banken sind Sparpläne bereits ab 50 Euro monatlich möglich. Mit dem Depot der *Comdirect Bank und weiterer ausgewählter Banken kannst du sogar schon ab 25 Euro monatlich beginnen.

Des Weiteren eignet sich ein Sparplan, wenn du bei deiner Geldanlage auf die Rendite achten und trotzdem noch Geld zur Verfügung haben möchtest. Denn falls du einmal kurzfristig Geld benötigen solltest, kannst du ganz flexibel eine monatliche Zahlung aussetzen und bist sofort liquide. Solltest du in eine finanzielle Notlage geraten kannst du zusätzlich deine zuvor erworbenen Aktien oder ETFs verkaufen.

Eigentlich solltest du aber niemals in eine solche Situation kommen, denn wir investieren nur Geld, auf welches wir 10 bis 15 Jahre verzichten können und auf das wir nicht kurzfristig angewiesen sind.

ETFs und Sparpläne?

Wenn es um den langfristigen Vermögensaufbau geht, führt kein Weg an ETFs oder Indexfonds vorbei. Diese haben den Vorteil, dass sie billig, einfach zu verstehen, transparent und bequem für dich als Anleger sind. Besonders auf lange Sicht macht schon ein kleiner Unterschied bei den Gebühren, einen großen Unterschied für deine Rendite.

Mithilfe von Indexfonds oder ETFs (Exchange Traded Funds) kannst du als Anleger über Jahrzehnte einen Sparplan besparen ohne dir Gedanken über die Arbeit eines Fondsmanagers machen zu müssen. Sie haben nur die ganz einfache Aufgabe, einen Index wie z.B. den DAX möglichst genau nachzubilden. Für diesen Job wird jedoch kein Fondsmanager eingesetzt – der enorme Kosten verursachen würde -, sondern eine Computersoftware.

Somit entwickeln sich diese Fonds immer so wie der jeweilige Aktienindex, den sie nachbilden – abzüglich der Verwaltungskosten, die meist einige Zehntel Prozent der Anlagesumme ausmachen. Einen genaueren Einblick in die der Welt der ETFs findest du hier.

Wer lange durchhält, profitiert

Mit einem Sparplan auf einen Aktien-Indexfonds kaufst du regelmäßig Fondsanteile. Aktienkurse entwickeln sich nicht linear, sondern schwanken recht stark, wovon auch der Wert deiner ETFs betroffen ist, da er ja aus Aktien besteht. Es ist also möglich, dass ein Aktien-Sparplan zwischenzeitlich ins Minus gerät. Daher solltest du wie zuvor schon erwähnt, nur Geld anlegen, welches du 10, besser 15 Jahre nicht benötigst. Denn auf lange Sicht wurden Verluste in der Vergangenheit immer wieder aufgeholt. Ein langer Atem ist beim Fondssparen wichtig.

Ein Sparplan auf einen börsengehandelten Indexfonds, der den Weltaktienindex MSCI World nachbildet, hätte zwischen Jahresbeginn 2005 und Jahresende 2019 bei einer monatlichen Sparrate von 100 Euro eine durchschnittliche Rendite von 9,6 Prozent pro Jahr erzielt, nach Abzug der Kaufkosten. Nur wer kurz nach den Krisenjahren 2007/2008 ausgestiegen ist, den Sparplan also nur fünf Jahre laufen lassen hat, verlor Geld.

Wer also langfristig und breit diversifiziert investiert, wird dafür belohnt. Wenn du wissen möchtest, wie du dir ein eigenes ETF-Portfolio aufbauen kannst und wie du den richtigen ETF findest, solltest du hier mal vorbeischauen.


Die genannten Informationen dienen nicht der Steuer-, Investitions- oder Finanzberatung. Die Informationen werden ohne Berücksichtigung der Anlageziele, der Risikotoleranz oder der finanziellen Umstände eines bestimmten Anlegers präsentiert und sind möglicherweise nicht für alle Anleger geeignet. Die Wertentwicklung der Vergangenheit ist kein Hinweis auf zukünftige Ergebnisse.

Risikohinweis: Investieren ist mit erheblichen Risiken verbunden und kann zum vollständigen Verlust des eingesetzten Kapitals führen.

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