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So geht’s: Mit der Hälfte des Einkommens oder weniger leben

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Mit der Hälfte des Einkommens zu leben hört sich für viele erst einmal nicht erstrebenswert an und mag wie eine sehr schwierige Aufgabe erscheinen, die es zu bewältigen gilt.

Während das Konzept, mit der Hälfte des Einkommens oder weniger zu leben, auf dem Papier eine einfache Übung ist, ist es viel schwieriger, wenn man das menschliche Element in die Gleichung einbringt.

Glücklicherweise gibt es einige Maßnahmen, die du ergreifen kannst, um das Leben mit weniger als der Hälfte deines Einkommens einfacher zu machen.

Selbst wenn es nur 70 % oder 80 % deines Einkommens sind, von denen du leben möchtest, werden dir die folgenden Tipps beim Erreichen deines Ziels helfen.

Zwei Wege, mit weniger als der Hälfte deines Einkommens zu leben

Es gibt nur zwei Möglichkeiten, ein Leben mit weniger als der Hälfte deines Einkommens zu verwirklichen. Der erste Weg ist, dein Einkommen zu erhöhen, bis deine Ausgaben weniger als die Hälfte deines Einkommens betragen.

Alternativ kannst du deine Ausgaben so lange kürzen, bis sie weniger als die Hälfte deines Einkommens ausmachen. Beide Konzepte sind leicht zu verstehen, jedoch schwierig in der Umsetzung.

Option 1: Variable Ausgaben senken

Wenn du mit weniger Geld auskommen willst, kannst du sofortige Ergebnisse erzielen, indem du deine Ausgaben, die von Monat zu Monat variieren, verringerst.

Dazu solltest du Dinge wie beispielsweise Restaurantbesuche einschränken oder Coffee To Go’s vermeiden. Als Nächstes solltest du deine Ausgaben für Lebensmittel reduzieren, indem du clever einkaufst und Lebensmittelverschwendung wie das Wegwerfen von Resten vermeidest.

Ein weiterer Punkt, an dem du deine variablen Ausgaben senken kannst, sind Abonnements. Kündige zunächst alle Abonnements, die du überhaupt nicht nutzt. Dann solltest du versuchen andere Abonnements zu streichen, die dir nicht genug Wert für dein Geld geben.

Denke wirklich gründlich über Zeitschriftenabos, deine Fitnessstudio-Mitgliedschaft, die du vielleicht nicht mehr nutzt oder Netflix, Amazon Prime und Handy-Verträge nach.

Auch deine Ausgaben für dein Auto können sofort reduziert werden. Informiere dich über deine aktuelle Kfz-Versicherung, um zu sehen, ob du wirklich das beste Angebot hast. Damit könntest du schnell etwas Geld sparen.

Eine weitere Möglichkeit zum Sparen besteht darin, auf deine Fahrgewohnheiten zu achten, um deinen Spritverbrauch zu senken.

Fixkosten senken

Sobald die einfacheren variablen Ausgaben reduziert wurden, kannst du dir Gedanken über die Reduzierung deiner Fixkosten machen.

Zu den fixen Ausgaben gehören Dinge, die sich nur schwer ändern lassen, wie z. B. die monatlichen Raten für deinen Kredit, die Miete, Raten für dein Auto und alle anderen Ausgaben, die nicht stark schwanken und nur schwer zu ändern sind.

Auch wenn es nicht so aussieht, als könntest du diese Ausgaben ändern, ist es doch möglich. Man muss sich eben nur ins Zeug legen. Besonders auf lange Sicht zahlen sich diese Veränderungen aus.

Denn die Fixkosten sind in der Regel deine höchsten Ausgaben. Wenn du es schaffst, diese senken zu senken, sparst du jeden Monat eine Menge Geld.

Erstens: Wenn du Schulden für dein Auto hast, solltest du in Erwägung ziehen, dein Auto zu verkaufen. Nimm den Erlös (nachdem du den Kredit abbezahlt hast) und kaufen dir ein günstigeres Auto, für das du keine monatliche Rate zahlen musst.

Wenn das nicht möglich ist, kannst du zumindest ein Auto mit einer geringeren monatlichen Rate kaufen oder vielleicht auch auf öffentliche Verkehrsmittel umsteigen.

Die größten Ausgaben

Als Nächstes solltest du überlegen, ob du die größten Ausgaben deines Budgets ändern willst, nämlich deine Miete.

Die beste Möglichkeit zum Sparen ist der Umzug in ein günstigeres Haus, indem du dir etwas Kleineres suchst oder in eine günstigere Gegend ziehst. Egal, ob du kaufst oder mietest, ist dies eine enorm wichtige Veränderung, die zu den größten Einsparungen führen kann, jedoch auch die größten Einschnitte in deinem Leben bedeutet.

Bevor du umziehst, solltest du über dein derzeitiges Zuhause und all den verschwendeten Platz nachdenken, bevor du dir etwas Neues suchst.

Denke daran, dass du für den zusätzlichen Platz entweder durch deine Miet- oder Kreditzahlungen aufkommen musst und dass die Räume im Winter auch beheizt werden müssen. Indem du den zusätzlichen Platz eliminierst, sparen du in mehr als einer Hinsicht.

Wenn du in eine günstigere Gegend ziehst, kannst du ein ähnlich großes und geeignetes Haus, zu einem viel günstigeren Preis kaufen. Vergewissere dich dabei nur, dass dein Einkommen nicht gleichzeitig sinkt, sonst könntest du am Ende finanziell ins Hintertreffen geraten.

Option 2: Mehr Geld verdienen

Wenn die Kürzung deiner Ausgaben nicht nach einer nachhaltigen Option für dich oder deine Familie klingt, dann ist die einzige Alternative mehr Geld zu verdienen.

Glücklicherweise gibt es mehrere Möglichkeiten, wie du dein Einkommen erhöhen kannst. Darüber hinaus ist dein Einkommenspotenzial theoretisch unbegrenzt. Nur du selbst begrenzt, wie viel Geld du verdienen kannst.

Mehr Geld verdienen durch Teilzeitjobs

Der einfachste Weg, um mehr Geld zu verdienen, ist, sich nebenbei etwas dazuzuverdienen. Dafür kannst du einen Teilzeitjob annehmen, der dir Spaß macht, ein kleines Unternehmen gründen oder sogar Gelegenheitsjobs in deiner Gemeinde für zusätzliches Geld erledigen.

Nebenjobs können für eine kurze Zeit Spaß machen, aber wenn du der Nebenjob dir keinen Spaß macht und dich nicht erfüllt, wirst du dich kurz oder lang nach einer Alternative oder Ausweg aus dem aktuellen Job suchen.

Für manche Menschen ist dies jedoch die perfekte Möglichkeit, ihr Einkommen so zu erhöhen, dass sie von weniger als der Hälfte leben können.

Zusatzeinkommen durch Nebenjobs

Nebenjobs und kleine Unternehmen sind eine gute Möglichkeit, sich ein zusätzliches Einkommen zu verdienen. Um eine Branche zu finden, in der du aktiv werden kannst, solltest du über deine Fähigkeiten nachdenken und überprüfen, welche von anderen Menschen gebraucht werden. Dieser Gedankenprozess sollte dir bei der Inspiration für ein Geschäftsmodell helfen.

Das Tolle an Nebenjobs ist die Tatsache, dass sie sich zu einem Vollzeitgeschäft entwickeln können, das dein Einkommen deines richtigen “richtigen” Jobs langfristig übertreffen kann.

Einige Ideen für Nebenjobs sind das Erstellen von Websites für andere, freiberufliches Schreiben, das Mähen von Rasen im Sommer, das Schaufeln oder Pflügen von Schnee im Winter, Nachhilfeunterricht und andere freiberufliche Tätigkeiten.

Erhalte eine Gehaltserhöhung, Beförderung oder einen neuen Job

Wenn du keine zusätzliche Zeit nach der Arbeit investieren willst und dein Ziel trotzdem erreichen möchtest, musst du mehr Zeit in deinen Job investieren

Es erfordert harte Arbeit und Zeit, aber du kannst das Einkommen deines aktuellen Jobs erheblich steigern, indem du eine große Gehaltserhöhung oder Beförderung erhältst. Natürlich solltest du nur dann nach einer großen Gehaltserhöhung oder Beförderung fragen, wenn du dem Unternehmen einen erheblichen Mehrwert lieferst und es verdienst.

Wenn dein Unternehmen dir klargemacht hat, dass du dein Potenzial ausgeschöpft hast, solltest du dich nach einer besseren Möglichkeit in einem anderen Unternehmen umsehen.

Falls du einen neuen Job findest, der besser bezahlt wird, kannst du dadurch vielleicht auch Geld sparen, da der Fahrtweg zur Arbeit möglicherweise kürzer ist oder die Gegend günstigere Immobilienpreise zu bieten hat.

Dabei solltest du jedoch nicht nur an den kurzfristigen Entwicklungen interessiert sein, sondern langfristig denken.

Investitionen oder Immobilienportfolio vergrößern

Bis du den Punkt erreicht hast, an dem du weniger als die Hälfte deines Einkommens ausgibst, kann es eine Weile dauern, doch für einige stellt dies die perfekte Lösung dar.

Investitionen können dir Einkommen durch Dividenden oder durch das Wachstum der Investition selbst liefern. Sobald du ein ausreichend großes Anlageportfolio hast, ist es möglich vernünftige Erträge zu erzielen, um dein aktuelles Einkommen zu ergänzen.

Eine weitere Option für Investitionseinkommen ist der Besitz mehrerer Mietobjekte. Solange deine Mietobjekte mehr Geld einbringen, als sie dich kosten, kannst du dein Portfolio guten Gewissens aufbauen.

Der Nachteil ist die Tatsache, dass Mietobjekte ein zusätzliches Risiko darstellen, wenn du dafür einen Kredit aufnehmen musst und dich somit verschuldest unsere Hypotheken aufnehmen müssen. Sollte es dazu kommen, dass die Wohnung lange leersteht, musst du die Raten für deinen Kredit aus deiner eigenen Tasche zahlen und belastet dein Konto, anstatt es zu entlasten.

Außerdem besteht das Risiko eines schlechten Mieters oder eines Fehlkaufs, bei dem nachträglich viele Reparaturen anfallen, sodass es länger dauert in die Gewinnzone zu kommen.

Vermieter zu werden ist nicht jedermanns Sache, aber manche Leute lieben es und verdienen damit eine Menge Geld.

Die Definition von Einnahmen und Ausgaben kann knifflig sein

An dieser Stelle wird es ein wenig knifflig. Was definierst du als Einkommen und was als Ausgaben? Technisch gesehen ist das Einkommen jeder Euro, den du einnimmst und die Ausgaben sind jeder Euro, den du ausgibst.

Trotzdem sagen viele Leute, dass ihr Nettogehalt ihr Einkommen ist, was zu einigen Problemen führt.

Steuern, Krankenversicherung und andere Abzüge werden nicht als Ausgaben gezählt, da sie abgezogen werden, bevor du dein Nettogehalt erhältst.

Wie du siehst, musst du schlussendlich für dich selbst entscheiden, was du zu deiner Bemessungsgrundlage machst und anhand welchem Maßstab du die 50 Prozent bemisst.

Eine weitere Sache, die du beachten solltest, ist, dass du vielleicht nicht jeden Monat von weniger als der Hälfte deines Einkommens leben kannst.

Das ist doch unmöglich!

Unabhängig davon, wie du vorgehst, um mit weniger als der Hälfte deines Einkommens zu leben, ist es definitiv ein erreichbares Ziel. Selbst wenn du denkst, dass 50 % deines Einkommens extrem sind, versuche es mal, mit 60 %, 70 % oder 75 % des Einkommens zu leben.

Wenn du diesen zusätzlichen Spielraum hast, eröffnen sich total neue Möglichkeiten für dich. Es wird dir erlauben, deine Ersparnisse und Investitionen zu vergrößern. Es könnte dir sogar ermöglichen, früher in Rente zu gehen! Wie du dabei vorgehen solltest, habe ich in diesem Beitrag geklärt.


Die genannten Informationen dienen nicht der Steuer-, Investitions- oder Finanzberatung. Die Informationen werden ohne Berücksichtigung der Anlageziele, der Risikotoleranz oder der finanziellen Umstände eines bestimmten Anlegers präsentiert und sind möglicherweise nicht für alle Anleger geeignet. Die Wertentwicklung der Vergangenheit ist kein Hinweis auf zukünftige Ergebnisse.

Risikohinweis: Investieren ist mit erheblichen Risiken verbunden und kann zum vollständigen Verlust des eingesetzten Kapitals führen.

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