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Warren Buffett: So wurde er reich

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Warren Buffett zählt seit vielen Jahren zu den reichsten Menschen der Welt.

2012 belegte er auf der Forbes Rich List den dritten Platz, nach Carlos Slim Helú und seinem Freund Bill Gates auf dem zweiten Platz.

Sein persönliches Vermögen wird auf ungefähr 80,5 Milliarden US-Dollar geschätzt. Trotz dieses Reichtums lebt Warren Buffett immer noch in einem Haus, welches er vor mehr als einem halben Jahrhundert kaufte.

Gerade diese Bodenständigkeit ist mit Sicherheit für einen großen Teil seines Erfolgs verantwortlich. Um zu verstehen, wie Warren Buffett reich wurde, müssen wir zuerst einen Blick auf seinen Hintergrund und seine Strategie werfen.

Die Anfänge Buffetts

Es wird berichtet, dass Warren Buffett bereits im Alter von sechs Jahren damit begonnen hat, eigenes Geld zu verdienen. Das Geschäftsmodell? Er hat Coca-Cola in Sixpacks angekauft und diese Einzelflaschen gewinnbringend weiterverkauft.

Später verdiente er Geld, indem Golfbälle sammelte und auch diese weiterverkaufte. Nach seinem Umzug nach Washington, aufgrund der politischen Karriere seines Vaters, nahm er einen Job als Zeitungsjunge an. Er entwickelte eine raffinierte Strategie, um möglichst viele Zeitungen noch vor der Schule verteilen zu können. Dieses Geld investierte Buffett direkt in eine weitere Geschäftsidee, die sich noch stärker automatisieren ließ. Er vermietete Flipperautomaten und erhielt somit monatlich immer eine kleine Summe, ohne aktiv dafür arbeiten zu müssen.

Bereits im Alter von 11 Jahren trat Buffett erstmals mit Aktien in Kontakt. Ohne groß zu zögern, kaufte er 3 Vorzugsaktien des Unternehmens Cities Service, die er nach einem zwischenzeitlichen Tief gewinnbringend verkaufte.

Noch vor seinem 18. Geburtstag kaufte er eine Farm, welche er verpachtete und einen Rolls-Royce, den er mit seinen Freunden vermietete.

Diese Handlungen brachten ihm zwar noch keinen finanziellen Reichtum ein, ließen jedoch schon auf seinen ausgeprägten Geschäftssinn und seine finanziell erfolgreiche Zukunft schließen.

Buffetts Ausbildung und erste Unternehmensgründung

Nach den Studienabschlüssen an der Wharton School und der University of Nebraska zog es ihn nach New York an die Columbia University, an dem sein Mentor Ben Graham lehrte. Auch dieses Studium schloss er erfolgreich ab, und zwar als Klassenbester.

Bekannt wurde Benjamin Graham vor Allem durch seine fundamentale Wertpapieranalyse. 1954 begann Buffett schließlich, in Grahams Brokerunternehmen als Wertpapieranalyst zu arbeiten.

Im Jahr 1956 gründete Warren Buffett die Buffett Partnership. Freunde und Verwandte steuerten 105.000 US-Dollar bei, Buffett selbst begnügte sich mit einer symbolischen Einzahlung von 100 USD.

Nachdem Warren Buffett bereits 1962 damit begonnen hatte Anteile an der Textilfirma Berkshire Hathaway für seine Partnership zu erstehen, gelang es ihm 1965 die vollständige Kontrolle über das Unternehmen zu erlangen.

1969 löste er seine Partnership auf. Ihr Kapital betrug zu diesem Zeitpunkt rund 105 Millionen US-Dollar

Es ist vermutlich nicht falsch zu sagen, dass Warren Buffett durch seine Partnership zu einem vermögenden Mann wurde. Schätzungen gehen davon aus, dass sein Vermögen zu Beginn der Partnership bei 100.000 USD lag, 1959 bereits bei 400.000 USD.

Buffett konzentrierte sich nun vornehmlich auf Berkshire Hathaway und strukturierte das Unternehmen zu einer Holdinggesellschaft mit Schwerpunkt auf das Versicherungsgeschäft um.

Seit der Übernahme von Berkshire Hathaway gelang es Buffett durch geschickte Investitionen eine jährliche Rendite von durchschnittlich 20 % zu erzielen. Mit steigendem Unternehmenskapital wird dies jedoch immer schwieriger, weshalb Buffet schon seit einigen Jahren wesentlich „schlechter“ performt.

Warren Buffetts Anlagestrategien

Um die Frage beantworten zu können, auf welche Weise Warren Buffett nun genau reich geworden ist, muss man seine Anlagestrategien etwas genauer unter die Lupe nehmen.

Ein wichtiger Fakt, wenn nicht sogar der wichtigste Faktor ist, dass Buffett das Unternehmen und seine Produkte oder Dienstleistungen verstehen muss. Ist dies wie beispielsweise bei Technologiewerten nicht der Fall, investiert er auch nicht.

Außerdem ist häufig vom intrinsischen / inneren Wert der Aktie die Rede. Dieser kann und sollte vom tatsächlichen Aktienkurs abweichen. Es heißt also: Aktien eines Unternehmens guter Qualität zu einem günstigen Preis kaufen.

Auch sollten Unternehmen ihre Stärke unter Beweis gestellt haben. Marktführer, deren Gewinne über Jahre hinweg stetig gestiegen sind, gelten generell als attraktiv.

Buffett empfiehlt zudem, Investments zu konzentrieren. Von ihm stammt das Zitat: „Wenn Sie über einen Harem mit vierzig Frauen verfügen, lernen Sie keine richtig kennen.“

Es gilt also, Unternehmen gut zu kennen, um zu wissen, dass sich eine Investition lohnt.


Die genannten Informationen dienen nicht der Steuer-, Investitions- oder Finanzberatung. Die Informationen werden ohne Berücksichtigung der Anlageziele, der Risikotoleranz oder der finanziellen Umstände eines bestimmten Anlegers präsentiert und sind möglicherweise nicht für alle Anleger geeignet. Die Wertentwicklung der Vergangenheit ist kein Hinweis auf zukünftige Ergebnisse.

Risikohinweis: Investieren ist mit erheblichen Risiken verbunden und kann zum vollständigen Verlust des eingesetzten Kapitals führen.

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