Warren Buffett: Wie mit Kreditkartenschulden umgehen?

Warum du Kreditkartenschulden vor dem Investieren tilgen solltest, erklärte Warren Buffett 2020. Denke an diesen Anlagetipp bevor du beginnst.

Warren Buffett: Wie mit Kreditkartenschulden umgehen?

Dein Geld in Aktien zu investieren ist oft ein guter Weg, um langfristig Vermögen aufzubauen, aber es ist nicht immer der beste Schritt. In manchen Fällen ist es besser, das Geld, das du hast, zuerst für andere, dringendere finanzielle Bedürfnisse zu verwenden. Der folgende Tipp von Warren Buffett für Kreditkartenschulden gehört dazu.

Auf der 2020er Jahreshauptversammlung von Berkshire Hathaway empfahl Warren Buffett den Investoren, dass das erste, was er tun würde, wenn er zu Geld käme, die Tilgung von Kreditkartenschulden / Dispozinsen wäre (sofern er welche hätte). Die Pandemie und die darauffolgende Rezession zeigt nur noch mehr, warum es wichtig ist, persönliche Schulden eher früher als später zu tilgen.

Zinsen von 10 bis 20 Prozent pro Jahr übertreffen jegliche Aktienrenditen

Buffetts Begründung für die Tilgung von Schulden ist einfach: Die gesparten Zinsen sind viel höher als die Renditen, die man mit Investitionen an den Märkten erzielen kann. Als Beispiel nannte er einen Prozentsatz von 18 %. Er gab zu: „Ich weiß nicht, wie man 18 % erreichen kann.“

Einen Kredit von $10.000 mit einem Zinssatz von 18 % abzubezahlen würde bedeuten, $1.800 pro Jahr an Zinsen zu sparen. Konstant $1.800/Jahr mit einer Investition von $10.000 in Aktien zu verdienen, ist langfristig nicht möglich.

Vielleicht denkst du jetzt an Aktien wie Tesla, Apple, Amazon oder Netflix, doch wenn wir mal ehrlich sind, ist es sehr unwahrscheinlich, dass du gerade diese, und vor allem nur diese Aktien in deinem Portfolio hast. Ein realistischeres Beispiel wäre hingegen jemand, der unter anderem Amazon in seinem Depot hat, jedoch auch noch zahlreiche andere Werte hält. Dadurch würden die guten Renditen von den schwächeren ausgeglichen werden, sodass die Gesamtrendite deutlich geringer ausfällt.

Bildquelle: Boerse.de – Amazon Aktie

Die durchschnittliche jährliche Rendite des S&P 500 betrug seit der Aufnahme von 500 Aktien in den Index im Jahr 1957 etwa 8 %. Für Anleger, die langfristig und diversifiziert investieren und nicht ihr gesamtes Geld in einen Glücksfall wie Amazon investiert haben, sind Renditen von >10 % auf Dauer einfach nicht möglich.

Falls die Kreditkartenschulden kaum noch zu stemmen sein sollten, raten Experten dazu, sie in einen festen Kredit umzuwandeln. Dies reduziere die Zinskosten beträchtlich, wodurch man die Schulden deutlich schneller zurückzahlen könne.


Die genannten Informationen dienen nicht der Steuer-, Investitions- oder Finanzberatung. Die Informationen werden ohne Berücksichtigung der Anlageziele, der Risikotoleranz oder der finanziellen Umstände eines bestimmten Anlegers präsentiert und sind möglicherweise nicht für alle Anleger geeignet. Die Wertentwicklung der Vergangenheit ist kein Hinweis auf zukünftige Ergebnisse.

Risikohinweis: Investieren ist mit erheblichen Risiken verbunden und kann zum vollständigen Verlust des eingesetzten Kapitals führen.

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