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Warum ETFs möglicherweise nicht für Dich geeignet sind!

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  • Die folgenden Nachteile von ETFs geben Dir daher zusätzliche Klarheit über dieses Anlageinstrument, sodass Du besser entscheiden kannst, ...

Du hast wahrscheinlich schon häufig von den Vorteilen von Exchange Traded Funds (ETFs) gehört. ETFs bieten Vorteile, wie beispielsweise ihre einfache Handhabung und die geringen Kosten, doch auch dieses Investmentprodukt hat seine Nachteile. Die folgenden Nachteile von ETFs geben dir daher zusätzliche Klarheit über dieses Anlageinstrument, sodass du besser entscheiden kannst, ob Sie gut zu deinem Anlagestil passen!

1 | Internationale Limits

Während du mit Sicherheit einen ETF finden kannst, der nahezu jeden Europäischen-Marktsektor nachbildet, sind deine ausländischen Investitionen weniger zahlreich. Natürlich gibt es auch internationale ETFs, doch die Gewichtung der Lage-Cap Unternehmen der jeweiligen Länder ist viel zu groß.Dahingehend sind deine Optionen für länderspezifische Small-Cap-ETFs im Vergleich zu Produkten mit Sitz in der EU oder in der USA, ziemlich stark begrenzt. Außerdem existiert eine Kluft zwischen großen und kleinen Volkswirtschaften.

2 | Geringe Handelsvolumina

Einige ETFs werden aktiv gehandelt, aber nicht alle. Der Vorteil des Kaufs eines ETF gegenüber einem Index oder einer einzelnen Aktie verringert sich, wenn ETFs ein geringes Handelsvolumen aufweisen. Wenn der Bid-Ask-Spread (Differenz zwischen höchsten und tiefstem Preis) zu groß ist, kann dies die Kosteneffizienz eines ETF zerstören. Bevor du deinem Portfolio also einen ETF hinzufügst, solltest du das durchschnittliche Handelsvolumen überprüfen und schauen, ob es Deinen Anforderungen als Anleger entspricht.

3 | Niedrige Volatilität behindert kurzfristige Händler

Da ETFs als Paket diversifizierter Bestände und nicht als einzelne Aktie angeboten werden, ist die tägliche Volatilität geringer als bei vielen Einzelaktien. Abhängig von deinen Zielen kann dies den strategischen Ausblick eines Anlegers verbessern oder nicht. Eine geringe Volatilität ist im Allgemeinen eine gute Sache – dein Eigenkapital steigt an einem bestimmten Tag nicht um 20%, stürzt aber auch nicht um 20% ab.

Einige Trader wollen jedoch Volatilität, weil sie sich auf kurzfristige Anlagen spezialisiert haben. Sie wollen einsteigen, sich schnell bewegen und dann aussteigen, sobald sie ihr Gewinnziel erreicht haben. Während einige ETFs für eine kurze Anlagedauer konzipiert sind, ist dies bei der überwiegenden Mehrheit nicht der Fall.

4 | Einige ETFs enthalten riskante Produkte

ETFs gibt es in allen Geschmacksrichtungen. In vielerlei Hinsicht ist dies ein Vorteil: Mit einem ETF-Produkt kannst du nahezu jedes Anlageziel erreichen. Wenn du jedoch nicht sorgfältig nach ETFs suchst, könntest du versehentlich riskante Vermögenswerte erwerben. Zum Beispiel enthalten gehebelte und inverse ETFs Derivate und andere komplizierte Wertpapiere. Dabei kann aber ein Blick auf die Zusammenfassung des ETF bei deinem Depotanbieter oder auf dem Factsheet abhilfe verschaffen.

Dabei solltest du bei der Untersuchung des ETFs die Anlageziele analysieren und mit deinen abgleichen. Des weiteren solltest du den zugrunde liegenden Index und die enthaltenen Bestände betrachten um zu verstehen, in welche Produkte du investierst.

Tust du das nicht, könntest du versehentlich einen inversen (short) S&P 500 ETF kaufen, wenn du eigentlich einen regulären S&P 500 ETF kaufen wolltest.

5 | Kosten

Im Gegensatz zu einer einzelnen Aktie verursachen ETFs laufende Kosten. Diese Kosten fordert die Fondsgesellschaft dafür, dass sie den Index laufend für dich abbildet. Natürlich sind diese Kosten geringer als bei einem herkömmlichen Investmentfonds, jedoch nicht zu vernachlässigen. In der Regel liegen die jährlichen Kosten eines ETFs bei 0,1 – 0,5%.

Dies ist jedoch nur die eine Seite der Medaille, denn was Ordergebühren betrifft, haben ETFs ihre Nase ganz klar vorn. ETFs bieten von Grund auf eine starke Diversifizierung, doch wenn du mal darüber nachdenkst, wie viele Einzelaktien du kaufen müsstest um eine solche Diversifizierung erreichen, wirst Du dich spätestens beim Blick auf die Ordergebühren fragen: „Warum kaufe ich nicht einfach einen ETF?“. Denn einen ETF musst du nur einmal kaufen und erhälst hunderte, wenn nicht sogar tausende von Aktien. Würdest du so etwas mit Einzelaktien versuchen, würden deine Ordergebühren ins unermessliche steigen.

Fazit

Wie zuvor schon erwähnt, solltest du zuallererst das Anlageziel des ETF herausfinden und es mit deinen persönlichen Zielen abgleichen. Des weiteren solltest du den zugrunde liegenden Index und die enthaltenen Bestände analysieren um zu verstehen, in welche Produkte du investierst. Jede Anlage – egal ob es sich um eine Aktie eines Unternehmens, einen Investmentfonds oder Optionen handelt – musst du die ETFs gründlich untersuchen, bevor du Long- oder Short-Trades tätigst. Führe also eine ordentliche Prüfung des Produkts durch und berücksichtige dabei die Vorteile der Strategie sowie die Nachteile.

Überlegst du dir einen ETF ins Depot zu legen, solltest du ihn eine Weile auf deiner Watchlist beobachten, um zu sehen, wie das Produkt auf unterschiedliche Marktbedingungen reagiert hat. Außerdem solltest du dir auch historische Daten anschauen, um zu sehen, wie sich die Performance des ETF im Vergleich zum Index verhält, den er nachbildet. Im Zweifelsfall solltest du dich an einen Makler, Finanzberater oder einen anderen Fachmann in der Finanzbranche wenden.

Die genannten Informationen dienen nicht der Steuer-, Investitions- oder Finanzberatung. Die Informationen werden ohne Berücksichtigung der Anlageziele, der Risikotoleranz oder der finanziellen Umstände eines bestimmten Anlegers präsentiert und sind möglicherweise nicht für alle Anleger geeignet. Die Wertentwicklung der Vergangenheit ist kein Hinweis auf zukünftige Ergebnisse.

Risikohinweis: Investieren ist mit erheblichen Risiken verbunden und kann zum vollständigen Verlust des eingesetzten Kapitals führen.

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