Erste Schritte

Wie du in 4 Schritten ein Vermögen aufbaust

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Geld zu sparen ist wichtig, egal ob du einen Notfallfonds anlegst oder auf ein langfristiges Ziel wie einen Urlaub oder die Rente hinarbeitest. Jedoch gibt es einen Unterschied zwischen dem Sparen von Geld und dem Aufbau von Vermögen. Die nachfolgenden 4 Schritte zeigen dir, wie jeder ein Vermögen aufbauen kann.

Wenn du jedes Jahr 10% deines Einkommens sparst, wird sich das Geld mit der Zeit summieren und du wirst am Ende über Ersparnisse verfügen, auf die du zurückgreifen kannst, wenn du sie brauchst. Wenn du das Geld, das du sparst, hingegen investierst, wirst du mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit wesentlich mehr davon haben, wenn du es brauchst.

Das ist der Punkt, an dem du beginnst, wahres Vermögen aufzubauen.

Wie man mit Investitionen Vermögen aufbaut

Das gesparte Geld zu nutzen, um mehr Geld zu verdienen, ist der Trick, um Vermögen aufzubauen. Investieren ermöglicht dir dies auf zwei Arten.

  1. Das Geld, welches du investierst, verzinst sich, sodass du am Ende mehr Geld hast, als du eingezahlt hast.
  2. Wenn du in dividendenstarke Aktien und ETFs investierst, erhältst du regelmäßige Auszahlungen.

Beim Investieren kannst du vom Zinseszins profitieren. Im Laufe der Zeit erhältst du nicht nur eine Rendite auf das Geld, das du sparst, sondern auch auf die Rendite, die du bereits in den vergangenen Jahren verdient hast. Dadurch wächst dein Vermögen mit der Zeit exponentiell an.

Hier gehts zum Zinseszinsrechner

Wenn du über 20 Jahre, monatlich 200€ zu 5% investierst, kommst du am Ende auf ein Endkapital von 82.207€. Dies setzt sich zusammen aus 48.000€ Einzahlungen und 34.207€ an Zinsen oder Kapitalerträgen.

Schritte zum Vermögensaufbau

Geld zu investieren ist ein erlernbares Verhalten. Viele Menschen kommen aus Familien, in denen ihnen beigebracht wird, Geld zu sparen. Doch über das Sparbuch geht es oftmals nicht weit hinaus.

Andere kommen wiederum aus Familien, in denen das Sparen gar nicht gelehrt wurde, da die Familie vielleicht immer am Rande ihres Einkommens lebte. Und zu guter Letzt haben aber auch einige Menschen gelernt, dass der Vermögensaufbau nur durch das Investieren möglich ist.

Unabhängig davon, in welchem finanziellen Umfeld du aufgewachsen bist, kannst du entscheiden, welche Strategie du anwenden möchtest, sobald du erwachsen bist und deine eigenen finanziellen Entscheidungen triffst.

Schritt 1: Sparziele festlegen

Wenn du dich darauf konzentrierst, Vermögen aufzubauen, hilft es, ein klares Ziel vor Augen zu haben. Entscheide, was du willst:

  • Finanzielle Unabhängigkeit
  • Komfortable Ersparnisse für den Ruhestand
  • Die Möglichkeit, vorzeitig in Rente zu gehen
  • Geld, um ein Unternehmen zu gründen
  • Zusätzliches Einkommen jeden Monat
  • Ein finanzielles Sicherheitsnetz

Sobald du dein Ziel kennst, wird dir das helfen, folgende Dinge zu bestimmen:

  • Wie lange du Zeit hast, dieses Ziel zu erreichen
  • Wie viel du sparen musst
  • Wie riskant deine Investitionen sein können
  • Welche Art von Investitionen du tätigen solltest
  • Wie viel du jeden Monat investieren solltest

Du solltest auch Ersparnisse haben, auf die du leicht zugreifen kannst für Dinge wie:

  • Einen Notfallfonds
  • Reisen und Urlaube
  • Unerwartete Haus- und Autoreparaturen

Schritt 2: Beginne mit einem Tagesgeldkonto

Bevor du mit dem Investieren beginnen kannst, musst du für deine Anfangsinvestition sparen. Dazu würde ich dir ein Tagesgeldkonto empfehlen. Dort erhältst du aktuell zumindest überhaupt noch ein paar Zinsen. Die besten Tagesgeldkonten findest du in diesem Vergleich. Dadurch ist es möglich, dein Geld vorübergehend zu parken und es trotzdem jederzeit auszahlen zu können.

Dies gilt natürlich nur für den Fall, dass du keine anderen Rücklagen besitzt, die du gerne investieren würdest.

Schritt 3: Lerne über das Investieren

Optimalerweise beginnst du damit so schnell wie möglich oder du hast dir bereits eine gewisse Basis an Wissen in diesem Bereich aufgebaut. Dadurch kannst du schneller mit dem Investieren beginnen und lässt dein Geld nicht auf dem Tagesgeldkonto versauern, wo es keine Rendite erwirtschaftet.

Wenn du nicht mit dem Thema Investieren aufgewachsen bist und deine Eltern nicht investiert haben, kann es anfangs einschüchternd und überfordernd sein, damit anzufangen. Es gibt so viele verschiedene Optionen, aus denen du wählen kannst, darunter Einzelaktien, ETFs, Staatsanleihen und Investmentfonds. Besonders schwierig ist es, sich für eines oder mehrere Produkte aus dieser riesigen Auswahl zu entscheiden und zu wissen, wann man kaufen oder verkaufen sollte.

Daher eignen sich besonders ETFs richtig gut für Anleger, die langfristig ein Vermögen aufbauen wollen. Anstatt auf einzelne Unternehmen zu setzen und zu hoffen, damit richtigzuliegen, investierst du mit ETFs stattdessen in ganze Sektoren oder Regionen. Der MSCI World Index deckt beispielsweise die Wertentwicklung von über 1500 Aktien aus 23 Industrienationen ab. Dein Risiko ist also viel weiter gestreut, als es mit einem Portfolio aus Einzelaktien der Fall wäre. Außerdem ist es noch wesentlich einfacher, da du nur ein einzelnes Wertpapier kaufen musst.

Schritt 4: Stetige Fortschritte machen

Gehe jeden Monat ein paar neue Schritte, um Fortschritte zu machen. Anstatt in manchen Monaten einen großen Betrag zu sparen und in anderen Monaten Geld aus den Ersparnissen zu nehmen, solltest du jeden Monat den gleichen Betrag anlegen, sodass du immer sparst. So kann sich dein Geld kontinuierlich verzinsen und wachsen.

Ein Sparplan erfüllt diese Aufgabe und nimmt dir dabei zusätzlich viel Arbeit ab. Wie du diesen in nur wenigen Minuten aufsetzt, erfährst du hier im Detail. Grundsätzlich funktioniert ein Sparplan so, dass monatlich oder in anderen Abständen automatisch, ein vorab festgelegter Betrag in ein von dir ausgewählte Wertpapiere investiert wird. Da sich Kurse über das Jahr hinweg bewegen, erhältst du jedes Mal unterschiedliche Einstiegskurse, wodurch ein Durchschnittspreis entsteht. Somit wird dir die Entscheidung abgenommen, wann du investierst, was in der Regel auch in einer besseren Rendite resultiert.

Falls die Kurse jetzt aber doch mal drehen sollten, darfst du nicht auf die Idee kommen, Geld abzuziehen, indem du Teile deines Depots verkaufst oder deinen Sparplan stoppst. Gerade während eines Börsencrashs ist es essenziell in seine Strategie zu vertrauen und einfach weiterzumachen. In einigen Jahren wird es dir dein Depot danken, denn besonders in diesen Zeiten bekommst du niedrige Einstiegskurse, die du doch mit Sicherheit nicht verpassen willst. Denn auch hier gilt: Nur wer im Crash dabei, profitiert von der anschließenden Erholung des Marktes.


Die genannten Informationen dienen nicht der Steuer-, Investitions- oder Finanzberatung. Die Informationen werden ohne Berücksichtigung der Anlageziele, der Risikotoleranz oder der finanziellen Umstände eines bestimmten Anlegers präsentiert und sind möglicherweise nicht für alle Anleger geeignet. Die Wertentwicklung der Vergangenheit ist kein Hinweis auf zukünftige Ergebnisse.

Risikohinweis: Investieren ist mit erheblichen Risiken verbunden und kann zum vollständigen Verlust des eingesetzten Kapitals führen.

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