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Wie entsteht Geld – Einfach erklärt

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  • Eine Erklärung des aktuellen Geldsystems - Warum das aktuelle System falsch ist und welche Nachteile es mit sich zieht, erfährst du hier!

Das Bargeld, also Scheine und Münzen werden nur von der Zentralbank sowie der Bundesbank produziert. Sie sind die einzigen Institutionen die das Recht haben, physisches Geld zu drucken. Doch der Anteil des Buchgeldes am Gesamtanteil beträgt nur 20%. Die restlichen 80 % werden von Geschäftsbanken geschaffen.

Natürlich fragt man sich jetzt, wie die Banken das anstellen.
Ein weit verbreitetes Irrtum ist, dass Banken Kredite vergeben, die aus den Einlagen der Sparer entstehen, doch das ist nicht der Fall. In Wahrheit werden die Kredite unabhängig von den Einlagen der Sparer vergeben.

Ratings

Die Banken schaffen das Geld quasi aus dem Nichts. Dazu müssen sie nur die Summe auf dem Konto des Kreditnehmers gutschreiben. Das Verrückte dabei ist, dass sie bei der Vergabe eines Kredits und somit auch der Erschaffung von Geld, nur einen Mindestreservesatz von 1% hinterlegen müssen. Bei einem Kredit von 100.000 Euro, müssten sie also nur 1.000 Euro, in Notenbankgeld in Form von Scheinen oder Münzen vorweisen. Aber auch Sicherheiten wie Staats- oder Unternehmensanleihen, Aktien oder Immobilien werden akzeptiert. Zusätzlich gibt es Eigenkapitalvorgaben, die von der Risikoeinstufung der Ratingagenturen, abhängig sind.

Banken mit:

  • AAA bis AA- benötigen überhaupt kein Eigenkapital
  • A+ bis A- benötigen 1,6 % Eigenkapital
  • B benötigen 4 %
  • BB+ benötigen 8 %
  • C benötigen 12 %

Das heißt Banken können das 12 bis 100-fache, an Giralgeld (Buchgeld) erzeugen.

Auch die Möglichkeit, dass Geschäftsbanken einen Kredit von der Zentralbank erhalten ist kein Problem. Dabei schreibt die Zentralbank, die festgelegte Summe auf dem Konto der Geschäftsbank gut. Auch hier entsteht Geld aus dem Nichts.
Je nach Bedarf der Banken wird die Menge an Giralgeld geregelt. Trotzdem müssen auch sie, eine Sicherheit in Form von Staatspapieren, Aktien oder Gold hinterlegen.

Probleme

Problematisch sind dabei aber zwei ganz andere Sachen, und zwar, dass die Geldschöpfung und das Wirtschaftswachstum entkoppelt sind. Solange es gut läuft, vergeben die Banken massenhaft Kredite und die Wirtschaft floriert. Platz die Blase jedoch, aufgrund von Spekulationen, wird die Kreditvergabe stark gedrosselt und damit auch die Geldschöpfung. Somit fehlt das Geld für Konsum und Investitionen und die Wirtschaft gerät in eine Rezession.

Eine Buchempfehlung passend zum Thema: Der größte Crash aller Zeiten von Marc Friedrich und Matthias Weik


Die genannten Informationen dienen nicht der Steuer-, Investitions- oder Finanzberatung. Die Informationen werden ohne Berücksichtigung der Anlageziele, der Risikotoleranz oder der finanziellen Umstände eines bestimmten Anlegers präsentiert und sind möglicherweise nicht für alle Anleger geeignet. Die Wertentwicklung der Vergangenheit ist kein Hinweis auf zukünftige Ergebnisse.

Risikohinweis: Investieren ist mit erheblichen Risiken verbunden und kann zum vollständigen Verlust des eingesetzten Kapitals führen.

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